Die Kunst- und Naturalkammer des Christoph Weickmann

 

75 Jahre Ulmer Museum

 

Die Kunst- und Naturalkammer des Christoph Weickmann ist die Urzelle des Ulmer Museums. Die "Wunderkammer" des wohlhabenden Ulmer Kaufmanns aus dem mittleren 17. Jahrhundert war die erste öffentlich zugängliche Sammlung in der Reichsstadt Ulm. 

Mit der Neueröffnung 2001 war ein Jubiläum verbunden,
vor 75 Jahren wurde das Museum der Stadt Ulm statuirt.

Ursprünglich umfasste die Kollektion eine naturkundliche Abteilung mit einer bedeutenden Muschelsammlung, ein großes Münzkabinett und vieles andere bis hin zur "Kunst und Kuriose Sachen". Hier fand und findet man neben einer kleinen Bildergalerie auch Waffen und Gebrauchsgegenstände unterschiedlicher Völker aus aller Welt. Zu den größten Schätzen der Sammlung zählen seltene afrikanische Werke wie das Ifa - Orakelbrett, Textilien und Waffen sowie Objekte aus China und Russland.

Bereits 1655 erfasste Christoph Weickmann seine Sammlung in einem ersten Katalog. Der nächste und weit umfangreichere erschien 1659. Durch diese frühen, teilweise farbigen und detaillierten Beschreibungen werden die Kataloge und die darin erwähnten Sammlungsgegenstände des Ulmer Museums zu international weithin beachteten Geschichtsquellen ersten Ranges.

Die überlieferten Bestände der "Kunst- und Wunderkammer" beziehen nun innerhalb des Museums Räume aus dem frühen 17. Jahrhundert. In der neuen Präsentation wird ein angemessenes Ambiente in der Nachbarschaft des historischen Kiechel-Saals für die Sammlung bedeutender und zugleich skurriler Objekte geschaffen. 

Damit erhält der Besucher die Möglichkeit zum Kunstgenuss, zum Wissensaustausch und zum Gespräch, wie es das ursprüngliche Anliegen barocker Sammler war.


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